Um bei eBay zu verkaufen, legst du ein Konto an – privat oder gewerblich –, bestätigst deine Telefonnummer, hinterlegst ein Bankkonto für Auszahlungen und stellst dein erstes Angebot ein. Privat verkaufst du auf eBay.de innerhalb Deutschlands ohne Verkaufsprovision, mit 320 kostenlosen Angeboten im Monat. Gewerbliche Verkäufer zahlen je nach Kategorie meist 7–14 % vom Gesamtbetrag der Bestellung plus 0,35 € oder 0,45 € pro Bestellung.
Wer gewerblich startet, rechnet oft 14 % vom Artikelpreis. eBay berechnet die Provision aber vom Gesamtbetrag samt Versand und Umsatzsteuer, dazu kommen Bestell- und Angebotsgebühr. Unten findest du die Anmeldung, alle Gebühren mit Quelle, die Grenze zwischen privat und gewerblich und eine Bestellung über 55 €: eBay nimmt 8,50 € statt der erwarteten 7,00 €, dir bleiben 12,72 €.
Wenn du wissen willst, wie man bei eBay verkauft
Meist liegt schon etwas bereit: ein Schrank voller Kleidung, Technik aus der Schublade, Sammlerstücke – oder ein kleines Sortiment, das im eigenen Shop oder auf Märkten läuft. Danach kommen die Fragen: „Wie viel Prozent nimmt eBay beim Verkauf?“, „Wie viel darf man privat verkaufen, ohne Steuern zu zahlen?“, „Muss ich eBay-Verkäufe in der Steuererklärung angeben?“ und „Lohnt sich eBay noch?“
Die wichtigste Entscheidung fällt vorher: privat oder gewerblich. Davon hängen Gebühren, Steuern und Pflichten ab, nicht von der Zahl der Angebote. Deshalb geht dieser Leitfaden in dieser Reihenfolge vor: Konto, Gebühren, Rechnung, dann Steuern.
Wie du bei eBay verkaufen anfängst: 5 Schritte
Die Anmeldung als Verkäufer ist kostenlos und beginnt mit dem ersten Angebot: eBay fragt die Verkäuferdaten ab, wenn du zum ersten Mal einen Artikel einstellst.

- Konto. Öffne Mein eBay, wähle Verkaufen und lege ein Konto an oder melde dich mit Google, Facebook oder Apple an.
- Privat oder gewerblich. Ein privates Konto ist für Dinge aus deinem Privatbesitz, die du nicht mehr brauchst. Kaufst du Ware ein, um sie weiterzuverkaufen, oder verkaufst du regelmäßig große Mengen, brauchst du ein gewerbliches Konto mit Firmendaten. Die Kontoart lässt sich später ändern.
- Telefon. Klicke auf Artikel einstellen, gib den Artikelnamen ein, fülle das Formular aus und speichere: Das Angebot wird zum Entwurf, und eBay öffnet die Verkäuferanmeldung. Bestätige deine Telefonnummer mit einem Einmalcode.
- Bankkonto. Hinterlege das Konto für Auszahlungen. Name, Adresse und Firmendaten müssen zu deinem eBay-Konto passen. eBay fragt außerdem nach einer Zahlungsmethode für Gebühren, die deine Verkäufe nicht decken.
- Erstes Angebot. Titel, Fotos, Kategorie, Zustand, Preis und Versand. Neue Konten haben Verkaufslimits, bis eBay deine Daten bestätigt hat und eine Verkaufshistorie entsteht. Versuche nicht, sie zu umgehen: Das kann zur Sperre des Kontos führen.
Was eBay kostet: privat und gewerblich
Privatverkäufer mit Wohnsitz im EWR zahlen auf eBay.de innerhalb Deutschlands keine Verkaufsprovision. Gewerbliche Verkäufer zahlen eine Provision nach Kategorie, eine feste Gebühr pro Bestellung und eine Angebotsgebühr für jedes Angebot.
Privat verkaufen
Du hast 320 kostenlose Angebote im Monat, danach kostet jedes Angebot 0,50 €. Geld kosten nur Zusatzoptionen wie ein Untertitel (0,50 €) und der Auslandsversand: Organisierst du ihn selbst statt über eBay Internationaler Versand oder eBay-Versand, fallen 5 % vom Gesamtbetrag an, sobald die Lieferadresse außerhalb Deutschlands liegt.
Gewerblich verkaufen
| Gebühr | Satz | Wann und worauf |
|---|---|---|
| Angebotsgebühr | 0,35 € | Je Festpreisangebot, Auktion 0,50 €; bei „Gültig bis auf Widerruf“ jeden Monat |
| Verkaufsprovision | 5–16 % | Vom Gesamtbetrag (Artikel, Versand, USt); Möbel & Wohnen, Sport, Baby 14 %, Garten 13 %, Kleidung 12 %, Computer und Handys 7 % |
| Gebühr pro Bestellung | 0,45 € | Bei Bestellungen bis 10 € 0,35 € |
| Internationale Gebühr | 0–3,3 % | Eurozone und Schweden 0; übriges Europa, USA und Kanada 1,6 %; UK 1,2 %; andere Länder 3,3 %; nicht bei eBay Internationaler Versand |
| Währungsumrechnung | 3 % | Wenn eBay dein Geld umrechnet; ab 02.12.2026 3,25 % |
| USt auf Gebühren | 19 % | eBay berechnet deutschen Verkäufern Gebühren mit deutscher Umsatzsteuer |
In vielen Kategorien gelten 5 % für Artikel mit Zustand „Neu: Sonstige“, refurbished oder gebraucht. Kleidung, Spielzeug, Beauty und Sammeln haben 12 % bis 990 € und 3 % darüber. Mit Servicestatus „Unterdurchschnittlich“ zahlst du eine höhere Verkaufsprovision.
Wie viel dir bleibt: eine Bestellung durchgerechnet
Dir bleibt: Gesamtbetrag − Verkaufsprovision − Gebühr pro Bestellung − Angebotsgebühr − Umsatzsteuer − dein Versand − Wareneinsatz. Die Provision wird auch auf die Umsatzsteuer berechnet, die im Preis steckt.
Ein angenommenes Beispiel für die Rechnung, keine Marktpreise. Ein gewerblicher Händler mit Regelbesteuerung verkauft eine neue Tischleuchte (Möbel & Wohnen, 14 %) für 50 € plus 5 € Versand nach München, brutto 55 €. Die Leuchte kostet ihn 20 € netto, der Versand 5 €.
| Posten | Rechnung | Betrag, € |
|---|---|---|
| Käufer zahlt | 50 + 5 Versand | 55,00 |
| Verkaufsprovision | 55 × 14 % | −7,70 |
| Gebühr pro Bestellung | Bestellung über 10 € | −0,45 |
| Angebotsgebühr | ein Festpreisangebot | −0,35 |
| Umsatzsteuer | 55 × 19/119 | −8,78 |
| Versand | deine Kosten | −5,00 |
| Wareneinsatz | Einkauf und Verpackung | −20,00 |
| Dir bleiben | 12,72 |

eBay nimmt 8,50 € netto, also 15,45 % des Gesamtbetrags. Abgezogen werden 10,12 €, weil die Gebühren 19 % USt enthalten; die 1,62 € holst du dir mit Regelbesteuerung als Vorsteuer zurück. Als Kleinunternehmer führst du keine 8,78 € USt ab, kannst die Vorsteuer aber nicht abziehen.
Für den Preis aus deinem Wunschgewinn drehst du die Formel um: Bruttopreis mit Versand = (Wareneinsatz + Versand + Gewinn + 0,45 + 0,35) ÷ (1 − 0,14 − 0,19/1,19). Probe: (20 + 5 + 12,72 + 0,80) ÷ 0,7003 = 55,00. Geht derselbe Artikel in die Schweiz, kommen 1,6 % dazu, nach Österreich nichts. Eigene Zahlen rechnest du im eBay-Gebührenrechner, den Aufschlag für das ganze Sortiment erklärt der Artikel Aufschlag berechnen.
Auszahlung, Steuern und Pflichten in Deutschland
eBay zieht die Gebühren vom Erlös ab und zahlt den Rest auf dein Bankkonto aus – auf Anforderung oder nach Plan: täglich, wöchentlich, 14-täglich oder monatlich. Das Geld ist in der Regel innerhalb von 2 Tagen nach der Zahlungsbestätigung des Käufers verfügbar, danach dauert die Gutschrift 1–2 Werktage.

- Privat oder gewerblich. Eine feste Grenze gibt es nicht. eBay nennt als Zeichen für gewerbliches Verkaufen etwa den Einkauf von Ware zum Weiterverkauf und regelmäßig große Mengen. Wer gewerblich verkauft, meldet ein Gewerbe an (§ 14 GewO).
- Private Verkäufe und Einkommensteuer. Gegenstände des täglichen Gebrauchs – Kleidung, Möbel, Haushaltsgeräte – bleiben steuerfrei. Andere Dinge, die du innerhalb eines Jahres gekauft und wieder verkauft hast, sind private Veräußerungsgeschäfte; der Gewinn bleibt steuerfrei, wenn er im Jahr insgesamt unter 1.000 € liegt (§ 23 EStG).
- Kleinunternehmer. Bei höchstens 25.000 € Umsatz im Vorjahr und höchstens 100.000 € im laufenden Jahr sind deine Umsätze von der Umsatzsteuer befreit (§ 19 UStG).
- DAC7-Meldung. eBay meldet Verkäufer an das Bundeszentralamt für Steuern, wenn sie im Jahr mindestens 30 Verkäufe oder mindestens 2.000 € erreichen, und fragt dann nach der Steuer-ID. Eine Meldung heißt nicht automatisch, dass Steuern anfallen.
- Verpackungen. Wer gewerblich verschickt, registriert sich vor dem ersten Versand im Verpackungsregister LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister (§ 6 VerpackDG, seit 12.08.2026 anstelle des Verpackungsgesetzes).
- Verkauf ins EU-Ausland. Bis 10.000 € Fernverkäufe an Verbraucher in anderen EU-Ländern im Jahr gilt die deutsche USt, darüber die USt des Käuferlandes, meist über OSS.
Wo neue eBay-Verkäufer Geld verlieren
- Provision vom Artikelpreis rechnen. Die Provision gilt für den Gesamtbetrag mit Versand und USt, dazu kommen Bestell- und Angebotsgebühr. Im Beispiel nimmt eBay 8,50 € statt 7,00 €.

- Gewerblich handeln mit privatem Konto. Wer Ware zum Weiterverkauf einkauft, ist gewerblicher Verkäufer und braucht ein gewerbliches Konto und eine Gewerbeanmeldung. Ein privates Konto spart Gebühren, ändert daran aber nichts.
- „Gültig bis auf Widerruf“ ohne Shop. Gewerbliche Verkäufer ohne eBay Shop haben keine kostenlosen Angebote, und die Angebotsgebühr fällt jeden Monat an – auch für Artikel, die sich nicht verkaufen.
- Auslandsversand ohne Aufschlag. In die Schweiz, nach Großbritannien oder in die USA kosten gewerbliche Verkäufe 1,2–3,3 % mehr, private 5 %, wenn du den Versand selbst organisierst.
- Denselben Bestand im Shop, auf anderen Marktplätzen und bei eBay getrennt führen. Das letzte Stück verkauft sich zweimal, eine Bestellung muss storniert werden, und Stornierungen drücken den Servicestatus.
Wenn eBay nicht dein einziger Verkaufskanal ist
Solange du ein paar Dutzend Artikel nur bei eBay verkaufst, reicht das Verkäufer-Cockpit Pro. Gehen dieselben Produkte auch in den eigenen Shop, auf Kaufland, Amazon oder in soziale Netzwerke, muss der Bestand an einer Stelle liegen. Elbuz verbindet sich per Verknüpfungscode mit deinem eBay-Konto: Aktive Angebote und Varianten werden zu Produktkarten mit Preis, Bestand, Kategorie, Artikelmerkmalen und Fotos, eBay-Bestellungen landen als Kundenaufträge neben den Bestellungen aus anderen Kanälen, und Preis und Bestand gehen nach Zeitplan zurück zu eBay. Die Exportvorlage berechnet den eBay-Preis per Formel aus deinem Grundpreis, damit die Gebühren drin sind, ohne den Shop-Preis zu ändern.
Neue Produkte aus dem Katalog stellt Elbuz ebenfalls bei eBay ein – auf jeder der 19 eBay-Websites (eBay.de, eBay.at, eBay.ch, eBay.co.uk, eBay.com und weitere): Die Website wählst du in der Exportvorlage, deine Kategorien ordnest du dem Kategoriebaum dieser Website zu und deine Merkmale den Artikelmerkmalen der Kategorie, ebenfalls je Website, und das Angebot entsteht, wenn dein eBay-Konto einen Artikelstandort und Rahmenbedingungen für Versand, Zahlung und Rücknahme hat und die Pflichtmerkmale der Kategorie ausgefüllt sind. Eine Produktfamilie geht als ein Angebot mit Varianten online – etwa ein T-Shirt in S, M und L oder in mehreren Farben: Die Varianten unterscheiden sich durch Merkmale mit der Markierung „Produktoption“, und Preis und Bestand jeder Variante gleicht Elbuz danach selbst ab. Im Verkäufer-Cockpit Pro eingestellte Variantenangebote übernimmt und aktualisiert Elbuz ebenso. Wie die Anbindung funktioniert – auf der Seite eBay-Schnittstelle.
Häufige Fragen
Wie viel Prozent nimmt eBay beim Verkauf?
Privat innerhalb Deutschlands nichts. Gewerbliche Verkäufer zahlen je nach Kategorie meist 7–14 % vom Gesamtbetrag samt Versand und USt, dazu 0,35 € oder 0,45 € pro Bestellung und 0,35 € pro Festpreisangebot.
Kann ich bei eBay kostenlos verkaufen?
Ja, als Privatverkäufer innerhalb Deutschlands: keine Verkaufsprovision und 320 kostenlose Angebote im Monat. Geld kosten Zusatzoptionen, weitere Angebote (0,50 €) und 5 % beim selbst organisierten Auslandsversand.
Wie viel darf man privat verkaufen, ohne Steuern zu zahlen?
Gegenstände des täglichen Gebrauchs bleiben in jeder Höhe steuerfrei. Für andere Dinge, die du innerhalb eines Jahres gekauft und verkauft hast, ist der Gewinn steuerfrei, wenn er im Jahr unter 1.000 € liegt.
Muss ich eBay-Verkäufe in der Steuererklärung angeben?
Private Verkäufe von Alltagsgegenständen nicht. Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften ab 1.000 € im Jahr und alle gewerblichen Umsätze schon. Ab 30 Verkäufen oder 2.000 € meldet eBay deine Daten zusätzlich an das BZSt.
Ab wann bin ich gewerblicher Verkäufer?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Typische Zeichen sind der Einkauf von Ware zum Weiterverkauf und regelmäßige Verkäufe großer Mengen. Dann brauchst du ein gewerbliches eBay-Konto und eine Gewerbeanmeldung.
Lohnt sich eBay noch für Privatverkäufer?
In Deutschland ja, was die Gebühren angeht: Beim privaten Verkauf im Inland behält eBay nichts vom Erlös. Kosten entstehen nur für Zusatzoptionen, mehr als 320 Angebote im Monat und den selbst organisierten Auslandsversand.
Quellen
- eBay.de, „Gebühren für private Verkäufer“ – kostenlos innerhalb Deutschlands, 320 Angebote, 0,50 €, Untertitel 0,50 €, internationale Gebühr 5 % – ebay.de.
- eBay.de, „Gebühren für gewerbliche Verkäufer“ – Verkaufsprovision nach Kategorie vom Gesamtbetrag, 0,35 / 0,45 € pro Bestellung, Angebotsgebühr 0,35 / 0,50 €, internationale Gebühr 1,2–3,3 %, Währungsumrechnung 3 % und 3,25 % ab 02.12.2026, Beträge ohne MwSt – ebay.de.
- eBay.de, „Umsatzsteuer auf eBay-Gebühren für Verkäufer und Nutzer aus Deutschland“ – Gebühren mit deutscher Umsatzsteuer, Vorsteuerabzug – ebay.de.
- eBay.de, Rechtsportal „Private und gewerbliche Verkäufer“ – Merkmale gewerblichen Verkaufens – pages.ebay.de.
- eBay.de, „Auszahlungen“ – Auszahlungsplan, 2 Tage, 1–2 Werktage – ebay.de.
- eBay.de, „EU-DAC7 und das Plattformen-Steuertransparenzgesetz“ – 30 Transaktionen oder 2.000 €, Meldung an das BZSt – ebay.de.
- eBay, «How to create a seller account» – Schritte der Verkäuferanmeldung – export.ebay.com.
- § 19 UStG (25.000 / 100.000 €) – gesetze-im-internet.de; § 23 EStG (Gegenstände des täglichen Gebrauchs, 1 Jahr, 1.000 €) – gesetze-im-internet.de; § 4 Abs. 5 PStTG – gesetze-im-internet.de; § 14 GewO – gesetze-im-internet.de; § 6 VerpackDG – gesetze-im-internet.de; Verpackungsregister LUCID – verpackungsregister.org.
- Your Europe, «Cross-border VAT» – Schwelle 10.000 € für Fernverkäufe in der EU – europa.eu.
Geprüft am 01.11.2026.
