PayPal berechnet Händlern in Deutschland für den PayPal-Checkout 2,99 % + 0,39 € pro Zahlung, Stripe für Standardkarten aus dem EWR 1,5 % + 0,25 €, Klarna kostet über Stripe oder Mollie ab 2,99 % + 0,35 €, SEPA-Lastschrift 0,35 € pro Zahlung (Anbieterseiten, 01.11.2026). Was das für deinen Shop heißt, hängt am Warenkorb: Bei 10 € kostet PayPal 6,9 % des Betrags, bei 250 € nur 3,1 %.
Shops vergleichen meist nur den Prozentsatz. Das Geld geht aber an drei anderen Stellen verloren: an der festen Gebühr bei kleinen Bestellungen, am Zahlungsmix (wie viele Kunden PayPal oder Rechnung wählen) und an Kosten außerhalb des Hauptsatzes – Erstattungen, Rückbuchungen, Auslandszahlungen. Unten: die Gebühr pro Bestellung bei vier Warenkörben, ein Zahlungsmonat mit gemischten Zahlungsarten und die Nebenkosten, die in keiner Rangliste stehen.
Wann ein Shop nach Gebühren sucht
Auf dem Kontoauszug kommt weniger an als erwartet, oder der Shop überlegt, eine Zahlungsart hinzuzufügen: Klarna, Kauf auf Rechnung, Kartenzahlung neben PayPal. Gesucht wird „PayPal Gebühren“, „Stripe Gebühren“, „Klarna Gebühren für Händler“; gefunden werden Gebührenrechner für Privatpersonen und Tabellen ohne Rechnung.
„Welcher Anbieter ist am billigsten“ führt in die Irre, weil fast jeder Shop mehrere Zahlungsarten anbietet. Die nützliche Frage lautet: Was kostet mich eine Bestellung mit meinem Warenkorb, und was kostet der ganze Zahlungsmonat bei meinem Zahlungsmix?
Gebühren von PayPal, Stripe, Mollie und Klarna im Überblick
Die Standardtarife für Händler in Deutschland, geprüft am 01.11.2026 auf den Seiten der Anbieter. Wie eine Zahlung zwischen Shop, Dienstleister und Bank abläuft, erklärt der Beitrag Zahlungsdienstleister im Onlineshop.
| Zahlungsart | Anbieter | Gebühr pro Zahlung |
|---|---|---|
| PayPal-Checkout | PayPal | 2,99 % + 0,39 € |
| Kartenzahlung über PayPal | PayPal | 2,99 % + 0,39 € |
| Rechnungskauf mit Ratepay | PayPal | 2,99 % + 0,39 € |
| Standardkarte EWR | Stripe | 1,5 % + 0,25 € |
| Premiumkarte EWR | Stripe | 2,8 % + 0,25 € |
| Kreditkarte EWR (Privatkunden) | Mollie | 1,80 % + 0,25 € |
| Klarna | Stripe, Mollie | ab 2,99 % + 0,35 € |
| SEPA-Lastschrift | PayPal, Stripe, Mollie | 0,35 € |
Keiner der drei Anbieter berechnet für diese Standardtarife eine Monatsgebühr. Bei großem Umsatz verhandeln die Anbieter individuelle Konditionen; PayPal bietet Mikrozahlungen (4,99 % + 0,09 €) nur auf Antrag an.
Was eine Bestellung kostet: 10, 40, 100 und 250 € Warenkorb
Die Gebühr einer Bestellung rechnest du so:
Gebühr = Bestellwert × Prozentsatz + feste Gebühr. Ihr Anteil am Bestellwert: Gebühr ÷ Bestellwert.
Mit den Tarifen oben, gerundet auf Cent:
| Zahlungsart | 10 € | 40 € | 100 € | 250 € |
|---|---|---|---|---|
| PayPal-Checkout (2,99 % + 0,39 €) | 0,69 | 1,59 | 3,38 | 7,87 |
| Klarna (ab 2,99 % + 0,35 €) | 0,65 | 1,55 | 3,34 | 7,83 |
| Mollie Kreditkarte (1,80 % + 0,25 €) | 0,43 | 0,97 | 2,05 | 4,75 |
| Stripe Standardkarte (1,5 % + 0,25 €) | 0,40 | 0,85 | 1,75 | 4,00 |
| SEPA-Lastschrift (0,35 €) | 0,35 | 0,35 | 0,35 | 0,35 |

Zwei Dinge fallen auf. Bei kleinen Bestellungen frisst die feste Gebühr den Unterschied: Bei 10 € sind es 6,9 % für PayPal und 4,0 % für eine Stripe-Standardkarte. Und der Abstand zwischen PayPal oder Klarna und einer EWR-Karte wächst mit dem Warenkorb: bei 250 € 3,87 € pro Bestellung. Verkaufst du günstige Artikel, lohnt sich ein Mindestbestellwert oder eine Versandkostenpauschale, in der die Zahlungsgebühr steckt.

Ein Zahlungsmonat mit mehreren Zahlungsarten
Die Monatskosten ergeben sich aus deinem Zahlungsmix:
Gebühren im Monat = Σ (Bestellungen je Zahlungsart × Gebühr pro Bestellung).
Rechenbeispiel mit fiktiver Verteilung, keine Statistik eines echten Shops. 500 Bestellungen à 40 € im Monat, 20.000 € Umsatz: 50 % zahlen mit PayPal, 30 % mit Karte über Stripe, 20 % mit Klarna.
| Zahlungsart | Rechnung | Pro Monat, € |
|---|---|---|
| PayPal, 250 Bestellungen | 250 × 1,586 | 396,50 |
| Stripe-Karte, 150 Bestellungen | 150 × 0,85 | 127,50 |
| Klarna, 100 Bestellungen | 100 × 1,546 | 154,60 |
| Zusammen, 500 Bestellungen | 3,39 % von 20.000 € | 678,60 |

Die Hälfte der Bestellungen über PayPal verursacht hier fast 60 % der Gebühren. Würde ein Viertel der PayPal-Kunden stattdessen per Karte zahlen, sparst du 62 Bestellungen × (1,586 − 0,85) ≈ 45,63 € im Monat. Kunden zu einer Zahlungsart zu drängen, kostet allerdings Abbrüche im Checkout; meist reicht es, die günstige Zahlungsart oben in der Liste zu zeigen. Wie die Gebühren in deinen Verkaufspreis gehören, zeigt der Beitrag zur Handelsspanne mit Formeln und Beispielen.
Kosten außerhalb des Hauptsatzes
Diese Posten stehen in den Preisseiten der Anbieter, aber selten in Vergleichen:
| Fall | PayPal | Stripe |
|---|---|---|
| Erstattung an den Kunden | PayPal behält die feste Gebühr ein | die Gebühr der ursprünglichen Zahlung wird nicht erstattet |
| Rückbuchung (Chargeback) | 16 € (bei Zahlungen, die nicht über das PayPal-Konto oder den Gast-Checkout liefen) | 20 € pro Zahlungsanfechtung |
| Konfliktfall | 14 € | — |
| Zahlung aus dem Ausland | EWR ohne Zuschlag, Großbritannien +1,29 %, andere Märkte mit Zuschlag laut Tabelle | Karten aus Großbritannien 2,5 % + 0,25 €, internationale Karten 3,15 % + 0,25 € |
| Währungsumrechnung | 3 % über dem Basiswechselkurs | +2 % |

Bei vielen Retouren zählt die Erstattung: Bei einer Stripe-Kartenzahlung über 40 € bleiben 0,85 € Gebühr auch nach der Rückzahlung bei dir als Kosten, bei PayPal die feste Gebühr von 0,39 €. Verkaufst du viel nach Großbritannien oder in die Schweiz, rechne Zuschläge und Umrechnung mit ein, bevor du Preise in Fremdwährung anzeigst. Welche Mehrwertsteuer für Lieferungen in die Schweiz gilt: Mehrwertsteuer Schweiz für Onlinehändler.
Kauf auf Rechnung: über einen Anbieter oder auf eigenes Risiko
Kauf auf Rechnung über einen Anbieter kostet nach den Tabellen oben 2,99 % plus feste Gebühr – mit PayPal und Ratepay 2,99 % + 0,39 €, mit Klarna über Stripe oder Mollie ab 2,99 % + 0,35 €. Bei PayPal mit Ratepay kauft PayPal die Forderung und schreibt dir den Kaufpreis unabhängig davon gut, ob der Kunde zahlt. Bietest du die Rechnung selbst an, zahlst du keine Gebühr, trägst aber den Zahlungsausfall und das Mahnwesen.
Rechenbeispiel mit fiktiven Werten. Bei 40 € Bestellwert kostet die Rechnung über einen Anbieter etwa 1,55 €. Eigene Rechnung lohnt sich nur, solange deine Ausfallquote unter 1,55 ÷ 40 ≈ 3,9 % liegt – etwa ein unbezahlter Auftrag auf 26. Mahnkosten und deine Arbeitszeit sind darin noch nicht enthalten. Den Vergleich mit Kartenzahlung statt Rechnung rechnet der Beitrag zu Zahlungsdienstleistern durch.
Wie du Zahlungsgebühren senkst, ohne Kunden zu verlieren
- Zahlungsarten mit den Zahlen ordnen – SEPA-Lastschrift und EWR-Karten oben im Checkout, PayPal und Rechnung als weitere Optionen.
- Feste Gebühr bei Kleinbestellungen auffangen – Mindestbestellwert oder Versandpauschale, in die die Zahlungsgebühr eingerechnet ist.
- B2B per Überweisung – große Firmenaufträge auf Rechnung mit Vorkasse oder Zahlungsziel, ohne Zahlungsdienstleister. Mit einem GiroCode auf der Rechnung zahlt der Kunde ohne Abtippen.
- Bei Umsatz verhandeln – mit deinem Monatsumsatz und deinem Zahlungsmix nach individuellen Konditionen fragen.
- Jedes Quartal nachrechnen – Gebühren aus den Abrechnungen der Anbieter gegen deinen Umsatz legen; ändert sich der Zahlungsmix, ändern sich die Kosten.
Wenn du sehen willst, welche Bestellung wie bezahlt wurde
Gebühren lassen sich nur senken, wenn du weißt, wie deine Kunden zahlen. In Elbuz steht die Zahlungsart in jedem Auftrag, der offene Betrag im Auftrag und auf der Kundenkarte, und Zahlungen von der Bank importierst du aus dem Kontoauszug – so siehst du deinen Zahlungsmix ohne Abgleich von Hand. Aufträge mit überschrittenem Zahlungsziel werden in der Liste hervorgehoben, das hilft bei eigenem Kauf auf Rechnung. Wie das funktioniert, zeigt die Seite Auftragsverwaltung in Elbuz.
Im Shop auf Elbuz CMS schaltest du PayPal mit Apple Pay, Google Pay und „Später bezahlen“, Kartenzahlung über Stripe, Vorkasse per Überweisung und Rechnung für Firmenkunden ein. Den Vertrag mit PayPal oder Stripe schließt du selbst; ihre Gebühren gelten wie oben. Ob sich daneben Nachnahme noch lohnt, rechnet Versand per Nachnahme vor.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die PayPal-Gebühren für Händler?
Für den PayPal-Checkout in Deutschland 2,99 % + 0,39 € pro Zahlung, für Zahlungen für Waren und Dienstleistungen ohne Checkout 2,49 % + 0,35 € (Stand 07.09.2026 laut PayPal). Dazu kommen Zuschläge für Zahlungen von außerhalb des EWR.
Wie viel PayPal-Gebühren fallen bei 100 € an?
Beim PayPal-Checkout 3,38 €: 2,99 % von 100 € sind 2,99 €, dazu 0,39 € feste Gebühr. Du bekommst 96,62 €.
Was kostet Stripe in Deutschland?
1,5 % + 0,25 € für Standardkarten aus dem EWR, 2,8 % + 0,25 € für Premiumkarten, 3,15 % + 0,25 € für internationale Karten, SEPA-Lastschrift 0,35 €, ohne Monatsgebühr.
Was kostet Klarna für Händler?
Über Stripe und Mollie ab 2,99 % + 0,35 € pro abgeschlossener Klarna-Zahlung. Wer direkt mit Klarna abschließt, bekommt die Konditionen im eigenen Vertrag.
Ist Kauf auf Rechnung für den Shop teurer als PayPal?
Über einen Anbieter kostet er etwa gleich viel: PayPal mit Ratepay 2,99 % + 0,39 €, Klarna ab 2,99 % + 0,35 €. Auf eigene Rechnung zahlst du keine Gebühr, trägst aber den Zahlungsausfall.
Wie vermeide ich Gebühren bei PayPal?
Ganz vermeiden lassen sie sich bei Zahlungen für Waren nicht. Du senkst sie, indem du günstigere Zahlungsarten wie Lastschrift oder Karte daneben anbietest und bei kleinen Bestellungen einen Mindestbestellwert setzt.
Quellen
- PayPal, Gebühren für Händler in Deutschland (letzte Aktualisierung 07.09.2026): Checkout, Karten, Rechnungskauf mit Ratepay, Lastschrift, Mikrozahlungen, internationale Zuschläge, Währungsumrechnung, Rückbuchung, Rückzahlung, Konfliktgebühr – paypal.com/de/business/paypal-business-fees.
- Stripe, Preise für Deutschland, Standardtarif: Karten, Klarna, SEPA-Lastschrift, Währungsumrechnung, Zahlungsanfechtung, Erstattungen – stripe.com/de/pricing.
- Mollie, Preise für Deutschland – mollie.com/de/pricing.
- PayPal, Nutzungsbedingungen für Rechnungskauf mit Ratepay (letzte Aktualisierung 19.12.2022): Forderungskauf – paypal.com.
Geprüft am 01.11.2026.
