GiroCode im Onlineshop: QR-Code zum Bezahlen auf der Rechnung, Felder und Zahlungsabgleich

  • Aktualisiert
  • 5 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
  1. Wann ein Shop nach GiroCode sucht
  2. Welche QR-Codes zum Bezahlen es gibt
  3. Was im GiroCode steht: Felder nach EPC069-12
  4. QR-Rechnung in der Schweiz: was anders ist
  5. GiroCode einrichten: 4 Schritte
  6. Beispiel: eine Bestellung vom Code bis zum Kontoauszug
  7. Wann der GiroCode günstiger ist als eine Bezahlseite
  8. Wo das Bezahlen per GiroCode scheitert
  9. Wie man mit GiroCode bezahlt: Anleitung für Kunden
  10. Wenn es viele Zahlungen sind: Zahlung im Auftrag
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

Der GiroCode ist ein QR-Code für SEPA-Überweisungen nach dem Leitfaden EPC069-12 des European Payments Council: Der Kunde scannt ihn mit seiner Banking-App, und Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck sind schon ausgefüllt. Für einen Onlineshop passt er dort, wo der Kunde überweist: Rechnung, Vorkasse, Bestellbestätigung. In der Schweiz übernimmt diese Rolle die QR-Rechnung mit Swiss QR Code.

Der Fehler steckt selten im Generator, sondern in dem, was nach der Zahlung passiert: ein Code für alle Bestellungen, ein Empfängername, der nicht zum Konto passt, ein Verwendungszweck ohne Bestellnummer. Dann ist das Geld da, aber niemand weiß, wofür. Unten: welche QR-Codes es gibt, was im GiroCode steht, die Einrichtung in vier Schritten, ein Beispiel mit einer Bestellung und eine Rechnung, wann sich der GiroCode gegenüber einer Bezahlseite lohnt.

Wann ein Shop nach GiroCode sucht

Meist kommt ein Teil der Bestellungen per Vorkasse, auf Rechnung an Firmenkunden oder über Instagram, WhatsApp und E-Mail, und jemand schreibt dem Kunden jedes Mal die Bankverbindung ab. Kunden vertippen sich bei der IBAN, überweisen einen falschen Betrag oder schreiben „Ware“ in den Verwendungszweck. Der Shopbetreiber sucht dann „GiroCode erstellen“, „GiroCode auf Rechnung“ und „bezahlen mit QR-Code“.

Die Frage „welcher Generator ist der beste“ ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, dass Betrag und Bestellnummer im Code stehen und die Zahlung im Kontoauszug ohne Rückfrage zu finden ist.

Welche QR-Codes zum Bezahlen es gibt

Ein GiroCode und eine QR-Rechnung enthalten die Daten einer Überweisung, ein QR-Code des Zahlungsanbieters enthält nur einen Link zur Bezahlseite. Für den Kunden heißt alles „scannen und zahlen“, für den Shop unterscheiden sich Geldeingang und Kosten.

GiroCode, QR-Rechnung und QR zur Bezahlseite im Vergleich
MerkmalGiroCode (EPC-QR)QR-Rechnung (Schweiz)QR zur Bezahlseite
InhaltDaten einer SEPA-Überweisung: Name, IBAN, Betrag, VerwendungszweckSwiss QR Code mit Empfänger, Konto, Betrag, Referenz, ZahlerLink zur Bezahlseite der Bestellung
WoEuro-Zahlungen im SEPA-Raum, verbreitet in Deutschland und ÖsterreichSchweiz, in CHF oder EURÜberall, wo der Anbieter tätig ist
Wie der Kunde zahltScannt in der Banking-App und gibt die Überweisung freiScannt im E- oder Mobile-Banking oder zahlt am PostschalterÖffnet die Seite und zahlt mit Karte oder Wallet
VertragGeschäftskonto mit IBAN reichtKonto mit IBAN oder QR-IBANVertrag mit dem Zahlungsanbieter
Kosten für den ShopNach Kontomodell für eingehende ÜberweisungenNach KontomodellGebühr pro Zahlung
Status „bezahlt“Abgleich mit dem KontoauszugAbgleich über die ReferenzDer Anbieter meldet die Zahlung an den Shop
Zwei Arten von QR zum Bezahlen: GiroCode für die Überweisung aufs Konto und QR zur Bezahlseite für die Kartenzahlung

Wichtig für den Einsatzort: Der Leitfaden EPC069-12 ist für Fälle gedacht, in denen die Zahlungsdaten zusätzlich im Klartext stehen, etwa auf einer Rechnung, damit der Zahler sie mit dem Code vergleichen kann. Für einen QR-Code, der nur an der Kasse oder im Warenkorb eines Onlineshops gezeigt wird, verweist der EPC auf ein anderes Dokument, EPC 024-22. Wie Gebühren bei Bezahlseiten und Kartenzahlungen entstehen, steht im Artikel über Zahlungsdienstleister im Onlineshop.

Was im GiroCode steht: Felder nach EPC069-12

Ein GiroCode ist ein Textblock aus Zeilen, die mit „BCD“ beginnen. Pflicht sind Name des Empfängers und IBAN, der Betrag ist optional. Die wichtigsten Regeln aus Version 3.0 des Leitfadens:

Datenelemente des GiroCodes
ElementPflichtLängeInhalt
Service Tagja3immer „BCD“
Versionja3„001“ oder „002“
Zeichensatzja1„1“ steht für UTF-8
Kennungja3immer „SCT“ (SEPA Credit Transfer)
BICin Version 002 nur außerhalb des EWR8 oder 11BIC der Bank des Empfängers
Nameja70Empfänger, so wie das Konto lautet
IBANja34nur IBAN
Betragnein12„EUR“ plus Betrag von 0.01 bis 999999999.99
Referenz oder Verwendungszwecknein35 oder 140entweder strukturierte Referenz (RF-Creditor-Reference) oder freier Text, nicht beides
Hinweis an den Zahlernein70Text für den Kunden
Was im GiroCode steht: Empfänger, IBAN, Betrag 125,00 € und Bestellung 1047
  • Technik. Fehlerkorrekturstufe M, höchstens QR-Version 13, insgesamt höchstens 331 Byte. Zeilen werden mit Zeilenumbruch getrennt.
  • Was der Zahler nicht ändern soll. Der Leitfaden markiert BIC, Name, IBAN und strukturierte Referenz als feste Werte. Den Betrag markiert er nicht. Prüfe also beim Zahlungseingang, ob der Betrag stimmt.
  • Freiwillig für Banken. Das EPC-Dokument ist informativ: Banken bieten die Funktion freiwillig an. Dass jede Banking-App ihn liest, garantiert der Standard nicht.

QR-Rechnung in der Schweiz: was anders ist

In der Schweiz bezahlt man Rechnungen mit der QR-Rechnung: Sie hat am 1. Oktober 2022 die alten Einzahlungsscheine abgelöst. Die Rechnung hat einen Zahlteil und einen Empfangsschein, der Swiss QR Code ist an einem Schweizer Kreuz in der Mitte zu erkennen.

  • Währung. Nur CHF und EUR, Betrag von 0.01 bis 999'999'999.99.
  • Referenz. Mit einer QR-IBAN ist die QR-Referenz (QRR) Pflicht, mit einer normalen IBAN gibt es die Creditor Reference (SCOR) oder keine Referenz (NON).
  • Neue Version. Seit 22. November 2025 gelten die Implementation Guidelines Version 2.3; Version 2.4 tritt am 14. November 2026 in Kraft. Für Rechnungen in EUR sind ab November 2027 nur noch IBAN mit SCOR-Referenz oder IBAN mit unstrukturierter Mitteilung möglich.
  • Erstellen. Zahlteil und Code erzeugt die Buchhaltungs- oder Rechnungssoftware oder das E-Banking. Ein allgemeiner QR-Code-Generator erzeugt keinen gültigen Zahlteil.

GiroCode einrichten: 4 Schritte

  1. Name genau wie bei der Bank. Seit 9. Oktober 2025 gleichen Banken im Euroraum vor jeder Überweisung den Namen des Empfängers mit dem Namen zur IBAN ab. Weicht der Name im Code ab, sieht der Kunde eine Warnung und zögert. Prüfung: Name im Code und Kontoinhaber im Bankvertrag sind Zeichen für Zeichen gleich.
  2. Ein Code pro Bestellung, nicht einer für alle. Betrag der Bestellung und Bestellnummer im Verwendungszweck. Den Code erzeugen Rechnungssoftware, Buchhaltungsprogramm oder Business-Banking deiner Bank. Prüfung: Scanne den Code mit dem eigenen Handy, Betrag und Nummer erscheinen von selbst.
  3. Daten auch im Klartext. Neben dem Code stehen Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck lesbar: So will es EPC069-12, und der Kunde kann vergleichen. Prüfung: Wer die Rechnung ohne Handy liest, kann trotzdem überweisen. Was eine deutsche Rechnung sonst enthalten muss, zeigt die Rechnungsvorlage.
  4. Zahlungseingang prüfen. Eine Überweisung meldet sich nicht von selbst beim Shop. Suche Eingänge nach Bestellnummer und vergleiche den Betrag. Prüfung: Jede Bestellung „bezahlt“ hat eine passende Buchung.
GiroCode in 4 Schritten: Name wie bei der Bank, Code pro Bestellung, Klartext daneben, Zahlungseingang prüfen

Beispiel: eine Bestellung vom Code bis zum Kontoauszug

Fiktives Beispiel, Bankdaten erfunden. Ein Kunde bestellt per Vorkasse, Bestellung Nr. 1047 über 125,00 €. Die Rechnung enthält einen GiroCode mit diesen Zeilen:

Inhalt des GiroCodes für Bestellung 1047
ZeileWert
Service TagBCD
Version002
Zeichensatz1
KennungSCT
BICleer, in Version 002 innerhalb des EWR nicht nötig
NameName des Shops, genau wie beim Konto
IBANdeutsche IBAN des Shops, DE plus 20 Zeichen
BetragEUR125.00, mit Punkt statt Komma
VerwendungszweckBestellung 1047

Der Kunde scannt den Code, die Banking-App zeigt Empfänger und Betrag, der Namensabgleich meldet „stimmt überein“, der Kunde gibt frei. Im Kontoauszug steht dann ein Eingang über 125,00 € mit „Bestellung 1047“: Die Bestellung ist in Sekunden gefunden und wird auf „bezahlt“ gesetzt. Ohne Code hätte der Kunde „Rechnung“ geschrieben, und du müsstest den Betrag mit allen Bestellungen über 125 € vergleichen.

Wann der GiroCode günstiger ist als eine Bezahlseite

Der GiroCode lohnt sich, wenn die Kontogebühren für eingehende Überweisungen niedriger sind als die Gebühren des Zahlungsanbieters:

Ersparnis pro Monat = Gebühren der Bezahlseite − Gebühren für eingehende Überweisungen.

Fiktives Beispiel: Sätze nur für die Rechnung, keine Tarife bestimmter Anbieter. Ein Shop nimmt 10.000 € im Monat aus 80 Bestellungen zu je 125 € ein. Über eine Bezahlseite mit 1,5 % sind das 150 € Gebühren. Per GiroCode zahlt der Shop, was sein Kontomodell verlangt; bei angenommenen 0,30 € pro Gutschrift sind es 24 €, die Ersparnis liegt bei 126 €.

Fiktives Beispiel: 10.000 € im Monat, Bezahlseite mit 1,5 % kostet 150 €, GiroCode nach Kontomodell

Dafür zahlst du mit Handarbeit und Zeit. Der Status „bezahlt“ kommt nicht von selbst, jemand gleicht den Kontoauszug ab. Und bei Vorkasse wartest du auf das Geld: Eine normale Überweisung muss spätestens am Ende des folgenden Geschäftstags bei der Bank des Empfängers sein, eine Echtzeitüberweisung kommt sofort. Bei ein paar Zahlungen am Tag sind das Minuten. Bei Dutzenden wird der Abgleich zur eigenen Aufgabe.

Wo das Bezahlen per GiroCode scheitert

  • Ein Code für alle Bestellungen. Der Kunde trägt Betrag und Verwendungszweck selbst ein und vertut sich. Folge: Unterzahlung oder eine Zahlung ohne Bestellung.
  • Name passt nicht zum Konto. „Kaffee-Shop“ im Code, „Muster Kaffee GmbH“ bei der Bank: Der Namensabgleich warnt, der Kunde zweifelt. Folge: abgebrochene Zahlung, Rückfrage per Telefon.
  • Betrag mit Komma. Im Code steht der Betrag mit Punkt, wie im Beispiel des Leitfadens („EUR12.3“). Wer die deutsche Schreibweise „125,00“ übernimmt, riskiert, dass die App den Betrag nicht übernimmt.
  • Referenz und Text zugleich. Der Leitfaden erlaubt nur eins von beidem. Folge: Der Code entspricht nicht dem Standard, und eine App kann ihn ablehnen.
  • Gefälschte Codes. Auf ausgedruckten Rechnungen oder in weitergeleiteten E-Mails kann ein fremder Code stehen. Der Namensabgleich erkennt nur, ob Name und IBAN zusammenpassen, nicht, ob die Zahlungsaufforderung echt ist. Drucke den Empfängernamen im Klartext daneben und bitte Kunden, ihn zu prüfen.

Wie man mit GiroCode bezahlt: Anleitung für Kunden

Diesen Block kannst du Kunden auf die Rechnung oder in die Bestellbestätigung schreiben:

  1. Öffne die App deiner Bank und wähle bei der Überweisung „QR-Code scannen“ oder „Foto-Überweisung“.
  2. Halte die Kamera auf den Code auf der Rechnung.
  3. Prüfe Empfänger, Betrag und die Bestellnummer im Verwendungszweck.
  4. Gib die Überweisung frei.

Wenn es viele Zahlungen sind: Zahlung im Auftrag

Kommen Bestellungen aus Shop, Marktplätzen und Messengern und werden mal per Karte, mal per Überweisung bezahlt, ist eine Tabelle mit Zahlungsstatus daneben unpraktisch. In Elbuz steht die Zahlung im Auftrag selbst: Der offene Betrag erscheint im Auftrag und auf der Kundenkarte, Zahlungen von der Bank importierst du aus dem Kontoauszug. So sieht das Team, welche Vorkasse noch fehlt und wem es eine Erinnerung schicken soll. Wie das aufgebaut ist, zeigt die Seite Auftragsverwaltung in Elbuz.

Den GiroCode für die Rechnung erzeugt deine Bank- oder Buchhaltungssoftware; Elbuz führt Aufträge und Zahlungen. QR-Codes auf Produktetiketten, zum Beispiel mit einem Link zur Produktseite, druckt Elbuz mit dem Etikett. Einen einzelnen QR-Code für einen Link erstellst du auch im QR-Code-Generator.

Aufträge und Zahlungen in ElbuzStatus, offener Betrag und Kontoauszug in einer Auftragsliste

Häufige Fragen

Was ist ein GiroCode?

Ein QR-Code mit den Daten einer SEPA-Überweisung nach dem Leitfaden EPC069-12 des European Payments Council. Die Banking-App liest Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck und füllt die Überweisung aus.

Wie erstelle ich einen GiroCode für meine Rechnung?

Mit deiner Rechnungs- oder Buchhaltungssoftware oder im Business-Banking deiner Bank. Für einen Shop am besten einen Code pro Bestellung, mit Betrag und Bestellnummer im Verwendungszweck.

Funktioniert ein GiroCode mit jeder Banking-App?

Nicht garantiert. Der EPC-Leitfaden ist informativ, Banken bieten das Scannen freiwillig an. Deshalb gehören die Zahlungsdaten zusätzlich im Klartext auf die Rechnung.

Was ist der Unterschied zwischen GiroCode und QR-Rechnung?

Der GiroCode ist ein QR-Code für Euro-Überweisungen im SEPA-Raum. Die QR-Rechnung ist der Schweizer Standard mit Zahlteil, Empfangsschein und Schweizer Kreuz im Code, für CHF und EUR.

Ist das Bezahlen mit QR-Code sicher?

Ja, wenn der Kunde vor der Freigabe Empfänger und Betrag prüft. Seit 9. Oktober 2025 gleicht die Bank zusätzlich Name und IBAN ab, eine gefälschte Rechnung erkennt dieser Abgleich aber nicht.

Wie schnell ist das Geld nach einer GiroCode-Zahlung da?

Bei einer normalen Überweisung spätestens am Ende des folgenden Geschäftstags bei der Bank des Empfängers, bei einer Echtzeitüberweisung sofort.

Quellen

  • European Payments Council, EPC069-12 Version 3.0 „Quick Response Code: Guidelines to Enable the Data Capture for the Initiation of a SEPA Credit Transfer“, 13.09.2022 — europeanpaymentscouncil.eu. Felder, Längen, Fehlerkorrektur, 331 Byte, Verweis auf EPC 024-22 für Kasse und Warenkorb.
  • SIX, „QR-Rechnung“ — six-group.com. Ablösung der Einzahlungsscheine am 1. Oktober 2022, IG Version 2.3 seit 22. November 2025, Version 2.4 ab 14. November 2026.
  • Swiss Payment Standards, Schweizer Implementation Guidelines QR-Rechnung, Version 2.4 vom 24.02.2026 — six-group.com. Währungen, Referenztypen QRR/SCOR/NON, Schweizer Kreuz.
  • BaFin, „Empfängerüberprüfung bei Überweisungen“ — bafin.de.
  • § 675s Abs. 1 BGB, Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge — gesetze-im-internet.de.

Geprüft am 1. November 2026. Bestellung, Bankdaten und Gebührensätze im Beispiel sind fiktiv.

Den Link zu diesem Artikel speichern Telegram Facebook X LinkedIn Viber WhatsApp
Mehr über Elbuz mit KI erfahren Stellen Sie Ihre Frage – wählen Sie einen Chat und lassen Sie die KI diese Seite für Sie auswerten:

Diskussion über das Thema – GiroCode im Onlineshop: QR-Code zum Bezahlen auf der Rechnung, Felder und Zahlungsabgleich

0 Kommentare

Für dieses Produkt gibt es noch keine Bewertungen

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind angekreuzt

Elbuz kostenlos testen