Beispiel: 19 % aufschlagen und herausrechnen
- 100 € nettoPreis ohne MwSt.
- + 19 € MwSt.100 × 0,19
- = 119 € bruttoPreis für den Kunden
- 119 € bruttoPreis auf dem Beleg
- 19 € MwSt.119 × 19 ÷ 119
- 100 € netto119 ÷ 1,19
Der häufigste Fehler: 19 % vom Bruttobetrag abziehen. 119 € − 19 % ergibt 96,39 €, der richtige Nettobetrag ist aber 100 €. Teile durch 1,19, statt Prozente abzuziehen.
Mehrwertsteuersätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Deutschland§ 12 UStG
- 19 % — Regelsatz (§ 12 Abs. 1)
- 7 % — ermäßigter Satz für die Umsätze aus § 12 Abs. 2, z. B. Waren aus Anlage 2 zum UStG
- 0 % — Solarmodule und Speicher für Photovoltaikanlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden; bis 30 kW (peak) gelten die Voraussetzungen als erfüllt (§ 12 Abs. 3)
Quelle: § 12 UStG, gesetze-im-internet.de, geprüft am 1. November 2026Österreich§ 10 UStG 1994
- 20 % — Normalsatz (Abs. 1)
- 13 % — z. B. künstlerische Tätigkeit, Filmvorführungen, Eintritt zu Sportveranstaltungen (Abs. 3)
- 10 % — z. B. Waren aus Anlage 1, Restaurationsumsätze, Vermietung für Wohnzwecke, Beherbergung (Abs. 2)
- 4,9 % — Waren aus Anlage 3, seit 1. Juli 2026 (Abs. 1a)
Quelle: § 10 UStG 1994, RIS, geprüft am 1. November 2026SchweizArt. 25 MWSTG
- 8,1 % — Normalsatz
- 2,6 % — reduzierter Satz
- 3,8 % — Sondersatz für Beherbergungsleistungen
- gültig seit 1. Januar 2024
Quelle: Art. 25 MWSTG, Fedlex und ESTV, „MWST-Steuersätze“, geprüft am 1. November 2026
Im Rechner wählst du Deutschland, Österreich, die Schweiz oder ein anderes EU-Land. Für die Schweiz rechnet er in CHF. Einen Satz, der nicht in der Liste steht — etwa 4,9 % in Österreich —, gibst du unter „Eigener Satz“ ein. Welcher Satz für deine Ware gilt, klärst du mit dem Gesetz oder deiner Steuerberatung. Ab wann ein Shop aus Deutschland oder Österreich in der Schweiz selbst mehrwertsteuerpflichtig wird: Mehrwertsteuer Schweiz für Onlinehändler. Welcher Satz bei Lieferungen an Privatkunden in andere EU-Länder gilt, regelt das OSS-Verfahren.
Brutto oder netto im Onlineshop
- Privatkunden zeigst du Gesamtpreise, also Preise inklusive Umsatzsteuer (§ 3 Abs. 1 und § 2 Nr. 3 Preisangabenverordnung).
- Großhändler und Lieferanten nennen meist Nettopreise. Schlag erst deinen Aufschlag auf und dann die MwSt. — den Verkaufspreis rechnest du im Margenrechner nach.
- Die Marge berechnest du immer auf Nettobasis: Die MwSt., die du einnimmst, ist nicht dein Umsatz.
- Kleinunternehmer nach § 19 UStG (Gesamtumsatz im Vorjahr bis 25.000 €, im laufenden Jahr bis 100.000 €) weisen keine Umsatzsteuer aus. Grenzen und Rechnung im Detail: Kleinunternehmerregelung.
Quellen: § 3 PAngV, § 2 PAngV, § 19 UStG, geprüft am 1. November 2026.
MwSt. pro Position oder auf die Summe
Rundest du die MwSt. in jeder Rechnungszeile auf den Cent, kann die Summe um einige Cent von der MwSt. abweichen, die du auf den Gesamtbetrag rechnest. Entscheide dich für eine Methode und bleib auf allen Belegen dabei. Der Rechner arbeitet mit einem Betrag; bei Rechnungen mit vielen Positionen rechnet besser die Software pro Zeile.
Verkaufspreise aus Netto-Einkaufspreisen in Elbuz
Elbuz lädt die Preislisten deiner Lieferanten mit Nettopreisen und rechnet daraus per Regel deine Verkaufspreise: Aufschlag, Wechselkurs, Rundung. Ändert sich der Einkaufspreis, ändert sich der Verkaufspreis mit. Mehr dazu unter Preiskalkulation und Preismonitoring.