SKU – Bedeutung und wie du eine Artikelnummer erstellst: Schema aus vier Blöcken, Beispiele und der Unterschied zu EAN

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Inhaltsverzeichnis
  1. Wann man fragt, wie man eine SKU erstellt
  2. Was ist eine SKU?
  3. Wie du eine SKU aufbaust: vier Blöcke vom Allgemeinen zum Besonderen
  4. SKU-Beispiele für verschiedene Shops
  5. SKU für Größen und Farben
  6. Unterschied zwischen SKU, EAN und Lieferantencode
  7. Regeln, die deine SKUs sauber halten
  8. Wie du dem ganzen Katalog in Excel SKUs gibst
  9. Wenn du mehrere Lieferanten und Verkaufskanäle hast
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Eine SKU (stock keeping unit, Lagerhaltungseinheit) ist deine eigene, interne Artikelnummer – du legst sie selbst fest. Bau die SKU aus Blöcken vom Allgemeinen zum Besonderen: Kategorie, Modell, Farbe, Größe, zum Beispiel TSH-105-SWZ-M. Nur lateinische Buchstaben ohne Umlaute und ß, Ziffern, Großbuchstaben, ein Trennzeichen (Bindestrich), keine Leerzeichen – und ändere die SKU nicht mehr, wenn das Produkt im Verkauf ist. Eine EAN dagegen denkst du dir nicht aus: Die Nummern kommen von GS1.

Der häufigste Fehler ist nicht der Name selbst, sondern zu vergessen, wie lange eine SKU lebt: Sie steht in Lieferanten-Preislisten, Marktplatzangeboten, im Google-Shopping-Feed, auf Versandetiketten und in Bestellungen. Ein geänderter oder mehrdeutiger Code bringt dann die Bestände in allen Kanälen durcheinander. Unten findest du das SKU-Schema, fertige Vorlagen für mehrere Branchen, Codes für Größen und Farben und den Unterschied zwischen SKU, EAN und Lieferantencode.

Wann man fragt, wie man eine SKU erstellt

Meist dann, wenn der Katalog auf ein paar Hundert Positionen wächst oder ein Marktplatz für jedes Angebot einen Code verlangt. Gesucht wird „SKU“ und „SKU Bedeutung“, dann kommen die Fragen „Was bedeutet SKU-Nummer?“, „Wo finde ich die SKU?“, „Was ist der Unterschied zwischen SKU und EAN?“ und „Kann ich die Nummer vom Großhändler nehmen?“.

Die letzte Frage ist eine Falle. Die Nummer des Großhändlers funktioniert, solange du einen Lieferanten hast. Kommt dasselbe Produkt von einem zweiten, hast du zwei Codes für eine Sache. Deine SKU hängt nicht davon ab, bei wem du einkaufst.

Was ist eine SKU?

Eine SKU ist ein eindeutiger Code, an dem ein Shop ein Produkt im Katalog, im Lager und in Bestellungen vom anderen unterscheidet. Im E-Commerce meinen „SKU“, „Artikelnummer“ und „Produktnummer“ meist dasselbe: einen eigenen Code für jede Variante, deren Bestand du getrennt zählst.

Neben deiner SKU hat eine Produktkarte noch drei Codes: die Herstellernummer (MPN – Modellnummer auf der Verpackung oder im Katalog der Marke), den Lieferantencode (Positionsnummer in seiner Preisliste) und die Nummer des Strichcodes – die GTIN, umgangssprachlich EAN. Sie helfen beim Suchen und Zuordnen, aber keine ersetzt die SKU – die Unterschiede stehen in der Tabelle weiter unten.

Wie du eine SKU aufbaust: vier Blöcke vom Allgemeinen zum Besonderen

Eine SKU besteht aus kurzen Blöcken, jeder mit eigener Codeliste. Die Reihenfolge geht vom breitesten zum engsten Block – dann stehen SKUs derselben Kategorie und desselben Modells bei jeder Sortierung nebeneinander.

Aufbau der SKU TSH-105-SWZ-M: Kategorie, Modell, Farbe, Größe
Schema TSH-105-SWZ-M
BlockWas er bedeutetWie du die Codeliste anlegstBeispiel
1. KategorieProduktart2–4 Buchstaben pro Kategorie, einmal festgelegtTSH – T-Shirts, PUL – Pullover
2. ModellKonkretes Modell in der KategorieLaufende Nummer mit fester Stellenzahl105
3. FarbeFarbvariante3 Buchstaben pro FarbeSWZ – schwarz, WEI – weiß
4. GrößeGröße oder FüllmengeWie auf dem Etikett oder in der GrößentabelleS, M, XL, 42

Es dürfen weniger Blöcke sein: Produkte ohne Größen und Farben brauchen zwei – Kategorie und Modell. Mehr als vier lohnen sich selten: Einen Code mit 20 Zeichen diktiert man schlecht am Telefon, und Tippfehler sind programmiert.

SKU-Beispiele für verschiedene Shops

Das Schema ist dasselbe, aber jede Branche hat eigene Blöcke. Die Beispiele sind fertige Vorlagen – nimm eine und setz deine Codelisten ein:

SKU-Vorlagen nach Branche (Beispielcodes)
BrancheSchemaBeispiel
BekleidungKategorie-Modell-Farbe-GrößeTSH-105-SWZ-M
SchuheKategorie-Modell-Farbe-GrößeSNE-022-WEI-41
KosmetikMarke-Linie-FüllmengeLUM-SRM-050
AutoteileGruppe-Modellnummer-PositionBRE-1204-VL
Wohnen und DekoKategorie-Modell-MaterialLEU-310-EIC
Elektronik und ZubehörKategorie-Modell-FarbeKAB-007-SWZ

Wechselt das Sortiment ständig und haben die Produkte keine Varianten, ist eine fortlaufende SKU einfacher: Kategorie plus Nummer (LEU-000318). Sie verrät nicht, was das Produkt ist, aber du musst nie einen Code für einen neuen Block erfinden.

SKU für Größen und Farben

Jede Variante, deren Bestand du getrennt zählst, bekommt eine eigene SKU: Der Modellcode bleibt, nur das Variantenende ändert sich. Das T-Shirt 105 in drei Varianten sind drei SKUs, nicht eine.

Drei Varianten eines T-Shirts, drei SKUs: TSH-105-SWZ-S, TSH-105-SWZ-M, TSH-105-WEI-M

Der gemeinsame Teil TSH-105 fasst die Varianten im Shop und auf dem Marktplatz zu einer Produktseite zusammen, der volle Code zeigt, welche Variante bestellt wurde. Gibst du allen Varianten eine SKU, senkt der Verkauf des schwarzen M den Bestand des weißen S. Dieselbe Regel gilt für GTINs: Laut GS1 Germany brauchst du für jede Variante eine eigene GTIN, etwa für jede Kombination aus Farbe und Größe.

Unterschied zwischen SKU, EAN und Lieferantencode

Die SKU legst du fest, die EAN (GTIN) kommt von GS1, der Lieferantencode aus der Preisliste des Großhändlers. Deshalb können auf einem Karton alle drei stehen, und jeder dient etwas anderem.

Ein Karton, drei Codes: deine SKU, EAN von GS1 und Lieferantencode aus der Preisliste
Vier Codes eines Produkts
CodeWer vergibtSelbst ausdenken?Wofür
SKUDuJaDein Katalog, Lager, Bestellungen, Feeds
GTIN im EAN-13-Strichcode (13 Ziffern)Markeninhaber, mit Nummern von GS1Nein, außer internen Codes mit Präfix 200–299Scannen an Kasse und im Lager, Handelsketten, Marktplätze, Google Merchant Center
Herstellernummer (MPN)HerstellerNeinProdukt suchen und dem Katalog der Marke zuordnen
LieferantencodeGroßhändlerNeinBeim Lieferanten bestellen, mit seiner Preisliste abgleichen

In Deutschland ist GS1 Germany offizieller Anbieter von GTINs: Du kaufst ein Paket online und bekommst die Zugangsdaten in wenigen Minuten. GTINs von GS1 Germany beginnen mit 400 bis 440 – das zeigt, wer die Nummer vergeben hat, nicht, wo das Produkt hergestellt wurde. Der Jahrespreis hängt vom Umsatz ab: Bei GS1 Complete sind es unter 5 Mio. € Umsatz 160 € im Jahr plus einmalig 250 € für 1.000 GTINs, das Paket SmartStarter10 für Unternehmen bis 250.000 € Umsatz kostet 60 € im Jahr ohne Einmalpreis (alle Preise zzgl. MwSt.). In Österreich vergibt GS1 Austria die Nummern, in der Schweiz GS1 Switzerland. Präfixe 200–299 hat GS1 für den begrenzten Umlauf reserviert – für interne Codes, nicht für Produkte, die andere weiterverkaufen. Eine Serie solcher Codes mit korrekter Prüfziffer erstellt der EAN-Code-Generator.

In den Verkaufskanälen gehen die Codes in getrennte Felder. Im Google-Shopping-Feed landet die SKU in id (Google empfiehlt dort die SKU, 1–50 Zeichen), der Strichcode in gtin, die Herstellernummer in mpn. Auch Amazon, eBay und Kaufland haben für deinen eigenen Code ein Feld, getrennt von der EAN.

Regeln, die deine SKUs sauber halten

Diese Regeln kommen aus Fehlern, die man danach lange aus dem Katalog putzt:

Fehler in SKUs: O oder 0, Leerzeichen, Umlaute, geänderter Code
  • Keine Buchstaben, die wie Ziffern aussehen. O und 0, I und 1 werden auf Etiketten und am Telefon verwechselt. Verzichte in Buchstabenblöcken auf O und I oder leg fest, dass Zahlenblöcke nur Ziffern enthalten.
  • Keine Leerzeichen, ein Trennzeichen. „TSH 105“ und „TSH-105“ sind für die Suche zwei verschiedene Zeichenketten. Nimm ein Trennzeichen, meist den Bindestrich.
  • Keine Umlaute und kein ß. Ä, Ö, Ü und ß sehen harmlos aus, sind für Programme aber andere Zeichen: Die Suche nach der SKU findet das Produkt nicht, und ein Großhändler oder Feed lehnt den Code ab oder macht Zeichensalat daraus. Grün ist GRU, weiß ist WEI.
  • Feste Länge der Zahlenblöcke. 007 statt 7: Dann sortiert sich TSH-007 überall vor TSH-105.
  • Ändere die SKU nicht. Sie steht schon in Feeds, Bestellungen und auf Versandetiketten. Ein neuer Code für ein altes Produkt ist für den Marktplatz ein neues Produkt; Google warnt, dass beim Ändern der id das Produkt samt Verlauf überschrieben wird. Gib auch eine ausgelaufene SKU keinem anderen Produkt.
  • Keinen Preis, Lieferanten oder Saison in die SKU. Die ändern sich, die SKU nicht. Dafür hat die Produktkarte eigene Felder.

Wie du dem ganzen Katalog in Excel SKUs gibst

Erst die Codelisten, dann die Formel: So entstehen tausend SKUs in ein paar Minuten, ohne Abtippen.

  1. Leg Codelisten an: Kategorien, Farben, Größen. Jede ist ein eigenes Tabellenblatt mit zwei Spalten: Name und Code.
  2. Gib in der Produkttabelle jedem Block eine eigene Spalte: Kategorie, Modellnummer, Farbe, Größe. Die Modellnummer speicherst du als Text mit führenden Nullen (007, 105).
  3. Setz die SKU per Formel zusammen: =A2&"-"&B2&"-"&C2&"-"&D2. Der Operator & funktioniert in Excel und Google Tabellen in jeder Sprachversion – ohne Semikolons zwischen Argumenten.
  4. Prüf, ob jede SKU eindeutig ist: nach SKU sortieren und Duplikate suchen (Bedingte Formatierung → Doppelte Werte).
  5. Lies die SKUs zusammen mit den Produkten in den Katalog ein – per Dateiimport, nicht von Hand in jeder Karte.

Wenn du mehrere Lieferanten und Verkaufskanäle hast

Eine eigene SKU zahlt sich aus, wenn dasselbe Produkt von mehreren Großhändlern kommt und im Shop und auf Marktplätzen verkauft wird: Der Katalog läuft über deinen Code, Lieferantencodes und EAN helfen nur beim Zuordnen.

In Elbuz hat die Produktkarte dafür getrennte Felder: Code (SKU), Herstellernummer (MPN), Code des Geschäftspartners und Strichcode. Eine Lieferanten-Preisliste wird dem Katalog über Strichcode, Code oder Name zugeordnet, deshalb ändert ein Preis- und Bestandsupdate vorhandene Produkte, statt Dubletten anzulegen – wie das mit XML- und CSV-Dateien der Lieferanten funktioniert, zeigt die Seite Import von Lieferantenpreislisten. Produkten ohne Strichcode gibt eine Formel mit EAN-13-Generator Codes mit korrekter Prüfziffer. Wie so ein Katalog als Ganzes aussieht – auf der Seite PIM-System für Onlineshops.

Wem es nichts bringt: Bei ein paar Dutzend Produkten von einem Großhändler reichen eine Tabelle mit Codelisten und die Formel aus dem Abschnitt oben.

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Häufige Fragen

Was bedeutet SKU-Nummer?

SKU steht für stock keeping unit, auf Deutsch etwa Lagerhaltungseinheit: ein eindeutiger Code, den der Shop selbst einem Produkt gibt, um es in Katalog, Lager und Bestellungen zu unterscheiden. Jede Variante mit eigenem Bestand hat eine eigene SKU.

Wie erstelle ich eine Artikelnummer für ein Produkt?

Setz sie aus Blöcken vom Allgemeinen zum Besonderen zusammen: Kategorie, Modell, Farbe, Größe, etwa TSH-105-SWZ-M. Großbuchstaben ohne Umlaute und ß, Ziffern, ein Trennzeichen, keine Leerzeichen.

Wie sieht eine SKU aus?

Bei Bekleidung TSH-105-SWZ-M (T-Shirt, Modell 105, schwarz, Größe M), bei Kosmetik LUM-SRM-050 (Marke, Linie, Füllmenge). Weitere Vorlagen stehen in der Tabelle nach Branche.

Was ist der Unterschied zwischen SKU und EAN?

Die SKU erstellst du selbst für deinen Katalog, sie darf Buchstaben enthalten. Die EAN ist ein Strichcode mit 13-stelliger GTIN, die in Deutschland GS1 Germany vergibt; sie kennzeichnet das Produkt für jeden Händler und lässt sich nicht ausdenken.

Wo finde ich die SKU?

Deine SKU steht in deinem Katalog oder Shop-Backend, weil du sie selbst vergibst. Die Herstellernummer steht auf der Verpackung oder im Katalog der Marke, der Lieferantencode in der Preisliste des Großhändlers.

Kann ich die Nummer vom Großhändler als SKU nehmen?

Ja, solange du einen Lieferanten hast. Kommt dasselbe Produkt von einem zweiten Großhändler mit anderem Code, entstehen Dubletten – sicherer ist eine eigene SKU, der Lieferantencode kommt in ein eigenes Feld.

Quellen

  • GS1 Germany, „EAN kaufen“: offizieller Anbieter in Deutschland, Zugangsdaten in wenigen Minuten, SmartStarter10 (bis 250.000 € Umsatz, 60 € pro Jahr), eigene GTIN für jede Variante, Präfixe 400–440 – gs1-germany.de; GS1 Germany, „Preisübersicht“ (gültig ab 01.01.2025): GS1 Complete unter 5 Mio. € Umsatz 160 € pro Jahr, 1.000 GTINs einmalig 250 € – gs1-germany.de/preise.
  • GS1 Austria: offizielle Vergabestelle für GTINs/EAN-Strichcodes in Österreich – gs1.at; GS1 Switzerland, Barcodes und GTIN – gs1.ch.
  • GS1, „GS1 Prefixes“: 200–299 – Nummern für den begrenzten Umlauf – gs1.org/prefixes.
  • Google Merchant Center, „ID [id]“: SKU empfohlen, 1–50 Zeichen, Ändern der ID überschreibt Produkt und Verlauf – support.google.com/merchants/answer/6324405.
  • Google Merchant Center, „GTIN [gtin]“ und „MPN [mpn]“ – answer/6324461, answer/6324482.

Geprüft am 01.11.2026.

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