Google Ads Kosten: wie viel dein Shop für Werbung ausgeben kann

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Inhaltsverzeichnis
  1. Wann ein Shop nach den Kosten von Google Ads fragt
  2. ROAS berechnen: Formel und Break-even-ROAS
  3. Was kostet Google Ads: maximaler Klickpreis und Budget
  4. ROAS vs. ROI: der Unterschied
  5. Wie Google Ads funktioniert und wofür du zahlst
  6. Welche Kampagnen ein Onlineshop braucht
  7. Was du vor dem Start vorbereitest
  8. Wo Shops bei Google Ads Geld verlieren
  9. Wann du den Werbe-Feed nicht von Hand pflegst
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Google Ads kostet so viel, wie du als Budget festlegst: Du zahlst meist pro Klick, den Klickpreis bestimmt eine Auktion. Wie viel du zahlen darfst, folgt aus deiner Marge. Die Kennzahl dafür ist der ROAS (Return on Ad Spend): Werbeumsatz ÷ Werbekosten × 100 %. Bringen 1.000 € Werbung 5.000 € Umsatz, liegt der ROAS bei 500 %. Ob du damit verdienst, entscheidet erst die Marge.

Der häufigste Fehler: ein Ziel wie „ROAS 400 %“ aus einem fremden Artikel oder vom Agenturangebot. Bei niedriger Marge ist das ein Verlust, bei hoher verschenkst du Reichweite. Unten rechnest du aus deiner eigenen Marge den Break-even-ROAS, den maximalen Klickpreis und das Monatsbudget aus und siehst, welche Kampagnen ein Shop dafür nutzt. Suchanzeigen fangen vorhandene Nachfrage ab, Anzeigen in Social Media wecken sie erst; den Unterschied erklärt Push-Pull-Strategie im Marketing.

Wann ein Shop nach den Kosten von Google Ads fragt

Meist laufen die Anzeigen schon oder sollen gerade starten. Im Konto steht ein ROAS, die Agentur meldet „gute Werte“, aber auf dem Firmenkonto kommt nichts an. Gesucht wird dann „Google Ads Kosten“, „ROAS berechnen“ und „was ist ein guter ROAS bei Google Ads“ – und gefunden werden allgemeine Spannen für Klickpreise ohne Bezug zum eigenen Sortiment.

Die Frage „welcher ROAS ist gut“ ist falsch gestellt: Für einen Elektronikshop und einen Kosmetikshop sind das zwei verschiedene Zahlen. Richtig lautet sie: Ab welchem ROAS verdient eine Bestellung aus der Werbung noch Geld? Das rechnest du in fünf Minuten an einer einzigen Bestellung aus.

ROAS berechnen: Formel und Break-even-ROAS

Der Break-even-ROAS ist die Grenze, unter der jede Bestellung aus der Werbung Verlust bringt. Formel: Break-even-ROAS = Bestellwert ÷ (Rohertrag − Bestellkosten) × 100 %. Im Nenner steht der Betrag, den du der Werbung abgeben kannst, ohne Geld zu verlieren.

Rechenbeispiel mit fiktiven Werten, keine Marktpreise. Der durchschnittliche Bestellwert ist 100 €, die Ware kostet dich 70 €. Verpackung, Zahlungsgebühr und ein Anteil Retouren machen 5 € pro Bestellung. Von jeder Bestellung willst du 10 € Gewinn behalten.

Wie viel einer Bestellung du der Werbung abgeben kannst (fiktive Werte)
PositionRechnungBetrag, €
Rohertrag100 − 7030
Bestellkosten−5
Werbekosten pro Bestellung bei null Gewinn30 − 525
Gewinn, den du behältst−10
Zulässige Kosten pro Bestellung (Ziel-CPA)25 − 1015
Bestellung 100 €: Ware 70 €, Kosten 5 €, Werbung 15 €, Gewinn 10 €

Aus denselben Zahlen ergeben sich zwei ROAS-Werte. Break-even-ROAS = 100 ÷ 25 × 100 % = 400 %: Darunter verlierst du an jeder Bestellung aus der Werbung. Ziel-ROAS = 100 ÷ 15 × 100 % ≈ 667 %: Dabei bleiben dir 10 € pro Bestellung. Genau diese zweite Zahl trägst du in der Gebotsstrategie „Ziel-ROAS“ in Google Ads ein.

Was daraus folgt: Dasselbe Ergebnis „ROAS 500 %“ ist für diesen Shop ein Gewinn, aber nicht 10 €, sondern 5 € pro Bestellung (die Werbung kostet 20 €). Ein Shop mit 20 % Marge verliert bei ROAS 500 %: Eine Bestellung über 100 € bringt ihm 20 € Rohertrag, und die Werbung kostet 20 € – noch vor den Bestellkosten. Die Marge deines Sortiments rechnest du im Margenrechner aus.

Was kostet Google Ads: maximaler Klickpreis und Budget

Maximaler Klickpreis = zulässige Kosten pro Bestellung × Conversion-Rate des Shops. Monatsbudget = zulässige Kosten pro Bestellung × Zahl der Bestellungen, die du aus der Werbung willst. Deshalb gibt es auf „Was kostet Google Ads?“ keinen festen Betrag: Er folgt aus deiner Marge und deiner Conversion-Rate, nicht aus einer Preisliste.

Im Beispiel kaufen 2 % der Besucher, eine Bestellung braucht also 50 Klicks. Ein Klick darf höchstens 15 ÷ 50 = 0,30 € kosten. Hundert Bestellungen im Monat sind 5.000 Klicks und ein Budget von 15 × 100 = 1.500 €.

5.000 Klicks à 0,30 €, 2 % kaufen: 100 Bestellungen und 1.500 € Budget pro Monat

Kostet ein Klick in deiner Branche bei gleicher Conversion-Rate 0,50 €, kostet die Bestellung 25 € – der ganze Gewinn ist weg. Dann startest du entweder nicht oder hebst zuerst Conversion-Rate und Warenkorbwert. Die Conversion-Rate wiegt so schwer wie der Klickpreis: Bei 1 % halbiert sich das maximale Gebot auf 0,15 €.

Zum Budget selbst zwei Regeln aus der Google-Ads-Hilfe. Eine Kampagne kann an einem einzelnen Tag bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, im Monat aber nicht mehr als das 30,4-Fache. Bei 50 € Tagesbudget sind das höchstens 1.520 € im Monat. Für die 1.500 € aus dem Beispiel stellst du also rund 49 € pro Tag ein.

Vergleiche dein Ergebnis mit der Prognose von Google: Beim Erstellen einer Performance-Max-Kampagne zeigt Google Ads in der Seitenleiste eine Prognose für Kosten, Conversions, Conversion-Wert, Kosten pro Conversion und ROAS beim eingestellten Budget. Liegt der prognostizierte ROAS unter deiner Schwelle, starte mit weniger Artikeln mit höherer Marge, statt das Ziel zu senken.

ROAS vs. ROI: der Unterschied

ROAS misst den Umsatz pro Euro Werbung, ROI den Gewinn pro Euro Werbung. ROI = (Rohertrag nach Bestellkosten − Werbekosten) ÷ Werbekosten × 100 %. Der ROAS sieht die Warenkosten nicht, der ROI schon.

Dieselben 100 Bestellungen in zwei Kennzahlen (fiktive Werte)
KennzahlRechnungErgebnis
Werbeumsatz100 × 100 €10.000 €
Werbekosten100 × 15 €1.500 €
Rohertrag nach Bestellkosten100 × 25 €2.500 €
ROAS10.000 ÷ 1.500667 %
ROI(2.500 − 1.500) ÷ 1.50067 %

Der ROAS ist im Google-Ads-Konto bequem, weil das System den Bestellwert kennt, aber nicht deine Kosten. Der ROI beantwortet die Frage des Inhabers: Verdient die Werbung Geld? Deshalb stellst du den ROAS als Ziel in Google ein und prüfst ihn mit der ROI-Rechnung oder dem Break-even-Punkt – wie du ihn ausrechnest, zeigt der Beitrag Break-even-Punkt: Formel und Beispiel.

Wie Google Ads funktioniert und wofür du zahlst

Jedes Mal, wenn eine Anzeige ausgeliefert werden kann, führt Google Ads eine Auktion durch und vergleicht die Werbetreibenden nach dem Anzeigenrang. Er hängt von sechs Faktoren ab: Gebot, Qualität von Anzeige und Landingpage, Mindestschwellen für den Anzeigenrang, Wettbewerbsintensität der Auktion, Kontext der Suche und erwartete Wirkung von Assets und anderen Anzeigenformaten.

Wo Google Ads erscheint: Suche, Shopping, Video und Websites, bezahlt wird pro Klick

Das Gebot ist der Höchstbetrag, den du für einen Klick zahlen willst; laut Google-Hilfe liegen die tatsächlichen Kosten oft darunter. Bessere Anzeigenqualität senkt häufig den Klickpreis. Deshalb bringt dasselbe Gebot verschiedenen Shops verschiedene Positionen – und einen verschiedenen ROAS.

Welche Kampagnen ein Onlineshop braucht

Ein Shop braucht Produktkampagnen – Shopping oder Performance Max –, weil der Käufer sofort Bild, Preis und Shopnamen sieht. Eine Suchkampagne ergänzt sie bei Suchanfragen mit dem Shopnamen und allgemeinen Kategorieanfragen.

Drei Kampagnentypen: Suche mit Keywords, Shopping mit Feed, Performance Max mit Feed und Zielen
Google-Ads-Kampagnen im Onlineshop
KampagneWorauf sie aufbautWo sie erscheint
SuchkampagneKeywords und AnzeigentextGoogle-Suchergebnisse
Standard-Shopping-KampagneProduktfeed aus dem Merchant CenterShopping-Anzeigen in der Suche und auf dem Tab „Shopping“
Performance MaxFeed, Conversion-Ziele, optional Texte, Bilder und Videosalle Google-Ads-Kanäle: Suche, YouTube, Displaynetzwerk, Discover, Gmail, Maps

Shopping wählst du, wenn du die Suchbegriffe sehen und Gebote nach Produktgruppen steuern willst. Performance Max passt, wenn das Verkaufs-Tracking schon läuft: Die Kampagne maximiert Zahl oder Wert der Conversions, und du kannst ihr einen Ziel-CPA oder Ziel-ROAS vorgeben – den aus der Rechnung oben. Können mehrere Kampagnen auf dieselbe Suchanfrage ausgeliefert werden, nimmt Google die mit dem höheren Anzeigenrang; eine Suchkampagne mit einem Keyword, das genau der Suchanfrage entspricht, hat Vorrang vor Performance Max.

Was du vor dem Start vorbereitest

  • Conversion-Tracking für Käufe mit Bestellwert. Ohne Conversion-Wert kann Google keinen ROAS berechnen, und die Strategie „Ziel-ROAS“ hat keine Grundlage.
  • Merchant Center und Feed für Produktkampagnen: bestätigte Website, Versand, Rückgabe und Artikel mit Preis und Verfügbarkeit.
  • Benutzerdefinierte Labels im Feed custom_label_0 … custom_label_4 – etwa die Margenstufe („niedrige Marge“, „hohe Marge“). Dann laufen Artikel mit unterschiedlicher Marge in getrennten Kampagnen mit unterschiedlichem Ziel-ROAS.

Wo Shops bei Google Ads Geld verlieren

  • Start ohne Kauf-Tracking. Das Budget ist weg, und niemand weiß, was verkauft wurde.
  • Ein ROAS-Ziel für den ganzen Shop, obwohl die Margen verschieden sind: Der Algorithmus steckt Geld in das, was sich leichter verkauft, nicht in das, was verdient.
  • Bewertung nach Klickpreis statt nach Kosten pro Bestellung: Ein billiger Klick ohne Kauf kostet mehr als ein teurer mit Kauf.
  • ROAS aus Bruttoumsatz und ohne Retouren. Im Konto sieht das Ergebnis besser aus als in der Buchhaltung – vergleiche es mit einer Schwelle, die auf denselben Zahlen beruht.
  • Der Feed hinkt dem Shop hinterher. Artikel werden abgelehnt, und du zahlst für Klicks auf Ware, die nicht mehr da ist.

Wann du den Werbe-Feed nicht von Hand pflegst

Wenn du Hunderte Artikel hast und Preise und Bestände täglich von Lieferanten kommen: Dann hängen Produktanzeigen davon ab, wie aktuell der Feed ist. Führst du den Katalog in Elbuz, entsteht der Google-Merchant-Feed aus demselben Katalog nach Zeitplan und unter einer festen Adresse. Der Kategoriepfad landet in product_type, nach dem Kampagnen Artikel gruppieren, und in die Feed-Vorlage kannst du custom_label-Felder aus eigenen Katalogfeldern aufnehmen – etwa die Margenstufe aus der Rechnung oben.

Wie das funktioniert, beschreibt die Seite Google-Shopping-Feed aus dem Katalog. Die Werbung selbst führt Elbuz nicht: Kampagnen, Gebote und Suchbegriffsanalyse bleiben in Google Ads.

Google-Merchant-Feed mit ElbuzPreise und Bestände aus dem Katalog nach Zeitplan, 14 Tage kostenlos

Häufige Fragen

Was kostet Google Ads im Monat?

So viel, wie du als Budget einstellst: Du zahlst vor allem für Klicks, den Klickpreis bestimmt die Auktion. Wie viel du zahlen kannst, folgt aus Marge und Conversion-Rate: zulässige Kosten pro Bestellung × Conversion-Rate = maximaler Klickpreis.

Wie rechne ich den ROAS aus?

Teile den Werbeumsatz durch die Werbekosten und multipliziere mit 100 %. Beispiel: 5.000 € Umsatz aus 1.000 € Werbung ergeben einen ROAS von 500 %.

Was ist ein guter ROAS bei Google Ads?

Eine allgemeine Zahl gibt es nicht: Gut ist ein ROAS, der deinen Break-even-ROAS um den Gewinn übersteigt, den du behalten willst. Bei 30 % Marge und Bestellkosten von 5 % des Bestellwerts liegt die Schwelle bei 400 % – siehe Rechnung.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

Der ROAS misst den Umsatz pro Euro Werbung, der ROI den Gewinn nach Waren- und Werbekosten. Dasselbe Ergebnis kann einen ROAS von 667 % und einen ROI von 67 % bedeuten.

Kann Google Ads mehr als das Tagesbudget abbuchen?

An einzelnen Tagen ja, bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets. Im Monat gibt eine Kampagne aber nicht mehr als das 30,4-Fache des Tagesbudgets aus.

Lohnt sich Google Ads?

Ja, wenn der maximale Klickpreis aus deiner Marge über den Klickpreisen deiner Branche liegt. Liegt er darunter, verliert die Werbung Geld, bis du Conversion-Rate oder Warenkorbwert erhöhst.

Quellen

Geprüft am 01.11.2026.

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